Baumaschinenbilder.de - Forum (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//index.php)
- LKWs (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//board.php?boardid=22)
-- Oldtimer-LKWs (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//board.php?boardid=93)
--- Büssing (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//thread.php?threadid=6059)


Geschrieben von Flachskopp am 04.08.2025 um 10:35:

 

Hallo Bert,

bei den Militärlastwagen kommen wir an Kfz. der Wehrmacht nicht vorbei. Demnach handelt es sich „höchst wahrscheinlich“ um einen Fross-Büssing Typ 4000 .
Wie man auf diesem Lastwagen die, in den Texten erwähnten Pferde transportieren sollte, bleibt jedoch schleierhaft. Augenzwinkern

Zur Vorgeschichte ist vielleicht ein historischer Abriss ganz hilfreich:

„… Büssing in Braunschweig baute seit 1932 einen eigenen Dieselmotor, der auch Eingang in das österreichische Unternehmen fand.

Vom Bundesministerium für Landesverteidigung wurde im Oktober 1937 die Lieferung von 123 Stück 3-Tonnen-Lastkraftwagen mit Dieselmotor ausgeschrieben. In diesem Zusammenhang wurden sämtliche in Frage kommenden Fabriken besichtigt, um festzustellen, inwieweit diese in der Lage waren, die Dieselmotoren in eigener Werkstätte und aus einheimischem Material zu fertigen. Nur unter diesen Voraussetzungen konnte ein Auftrag in Frage kommen. Nach Abschluß der Erhebungen wurde die Aufteilung der Aufträge für 123 3-Tonnen-Diesel-Lastkraftwagen vom Staatssekretär für Landesverteidigung, General der Infanterie Zehner, wie folgt vorgenommen: Gräf & Stift 23 Stück, Saurer 44, Austro-Fiat 23 und Fross-Büssing 33 Stück. Erst nach dem Sammeln von Erfahrungen technischer und wirtschaftlicher Natur sowie von Leistungs- und Vergleichswerten im Dauerbetrieb mit einer größeren Anzahl von Fahrzeugen vier verschiedener Typen, die erstmals eingeführt worden waren, sollten Nachbeschaffungen vorgenommen werden; doch war die Bestellung von weiteren 120 Diesel-Lastkraftwagen für die M-36-Kriegsbrückenkolonnen vorgesehen. Die Idee, einen Einheitskühler für die bestellten 3-Tonnen-Diesel-Lastkraftwagen zu beschaffen wurde vom Bundesministerium für Landesverteidigung am 8. März 1938 aufgegeben. Am 12. März 1938 rückte die Deutsche Wehrmacht in Österreich ein.

Die Spezialfabrik für Nutzfahrzeuge, Fross-Büssing, arbeitete zu diesem Zeitpunkt an der Ausführung des Heeresauftrags für 33 Schnell-Lastkraftwagen II FB 5 D. Deren Auslieferung verzögerte sich jedoch bis 1939. Für die Deutsche Reichsbahn wurde ein größerer Auftrag abgewickelt. Das Oberkommando des Heeres folgte mit einem Auftrag im Wert von 2,4 Mio. Reichsmark zum Bau von 200 Pferdetransport-Kraftwagen vom Typ 4000. Sie wurden durch Büssing-NAG-LD5*-Fünfzylinder-Dieselmotoren angetrieben. …“


Aus: Leistung und Weg: Zur Geschichte des MAN Nutzfahrzeugbaus; herausgegeben 1991 von MAN Nutzfahrzeuge AG; ISBN-13: 978-3642934919.

*Der LD5 hatte eine Leistung von 80 PS

Viele Grüße
Detlef



Geschrieben von bert am 04.08.2025 um 17:22:

 

Danke Detlef für die ausführliche Information zu diesen Fross-Büssing. Deine Beiträge sind wie immer für mich sehr hilfreich.



Geschrieben von Mack F 700 am 09.08.2025 um 12:00:

 

Hallo Zusammen,

Wiegand aus Kronach,

Gruß
Viktor



Geschrieben von FTK-Kay am 09.08.2025 um 12:15:

 

Hallo Viktor,
Ein sehr schöner Zug. Danke daumen

Gruß Kay



Geschrieben von Mack F 700 am 09.08.2025 um 12:34:

 

Zitat:
Original von FTK-Kay
Hallo Viktor,
Ein sehr schöner Zug. Danke daumen

Gruß Kay


Hallo Kay, danke für die Blumen prost prost

Gruß
Viktor



Geschrieben von Flachskopp am 09.08.2025 um 14:15:

 

Zitat:
Original von Mack F 700
... Wiegand aus Kronach, ...

Hallo Viktor,

der M·A·N-Büssing gehörte zur Spedition Heublein aus Stockheim im Landkreis Kronach in Oberfranken, die seinerzeit viel für Wiegand-Glas gefahren sind.

Sie hatten auch seltene Varianten des 16.320/Unterflur mit Turbo-Motoren unter dem M·A·N-Büssing-Label im Fuhrpark, die noch mit der letzten Variante des Büssing & Sohn-Fahrerhauses ausgerüstet waren: > Klick < .

Viele Grüße
Detlef



Geschrieben von Mack F 700 am 09.08.2025 um 14:30:

 

Zitat:
Original von Flachskopp
Zitat:
Original von Mack F 700
... Wiegand aus Kronach, ...

Hallo Viktor,

der M·A·N-Büssing gehörte zur Spedition Heublein aus Stockheim im Landkreis Kronach in Oberfranken, die seinerzeit viel für Wiegand-Glas gefahren sind.

Sie hatten auch seltene Varianten des 16.320/Unterflur mit Turbo-Motoren unter dem M·A·N-Büssing-Label im Fuhrpark, die noch mit der letzten Variante des Büssing & Sohn-Fahrerhauses ausgerüstet waren: > Klick < .

Viele Grüße
Detlef


Hallo Detlef,

Herzlichen Dank für die Infos, prost

Gruß
Viktor



Geschrieben von Flachskopp am 27.08.2025 um 17:45:

  Büssing-NAG 400

Hallo zusammen,

hier ein Typ 400 auf einer Aufnahme aus Schweden vom November 1941.
In dieser Konfiguration wird der LKW sehr selten gewesen sein, denn ab Werk wurde er nur als Zweiachser angeboten. Die Schleppachse erhielt er erst in Schweden, was dort auch bei kleineren Lastwagen zu der Zeit gang und gäbe war.
Ausgerüstet mit einem LD 6-Dieselmotor von 95 PS, wird er mit seinem Holzgasgenerator erheblich an Leistung eingebüßt haben.

Quelle: digitaltmuseum.se , CC BY 4.0

Viele Grüße
Detlef


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH