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Geschrieben von Boogie am 25.09.2022 um 19:11:

  Boogies Fahrbücherei 2004

Moin, moin, winke
die Krise Anfang der Nuller Jahre hieß glaub ich DotCom-Blase, egal wie, im Büro war mal wieder Flaute.
Aber ich war ja immer noch Meister aller (Führerschein-)Klassen und konnte mich an einen Artikel in der Last&Kraft über Travellin' House Tours erinnern, vielleicht gab es da was für mich und meine Fahrbücherei zu tun.
Allerdings war meine Fahrbücherei zu klein – wo ich doch immer dachte, ich wär der Größte !
Der Titel des Beitrags ist also etwas gelogen, denn ich musste die Fahrbücherei auf halber Strecke stehen lassen und in Lennestadt einen MAN SD200 übernehmen.
Damit ging's nach Stuttgart um eine Truppe "Stage Hands" abzuholen und zum Nürburgring zu fahren.
Ein Kollege fuhr nach Westfalen und holte dort eine weitere Gruppe ab.
3 Busse wurden leer zum Ring gefahren und dort dienten die umgebauten BVG-Busse als Unterkunft für die vielen Bühnenarbeiter bei Rock am Ring.
Obwohl, der Speedy von Foto 2 war ein ehemaliger Lübecker Bus mit schnellerer Hinterachse, daher der Name.
Während des Aufbaus war es noch schweinekalt und neblig und wir mussten Heizstrahler aufstellen, zu Beginn der Konzerte kam aber die Sonne raus und knallte erbarmungslos auf die Fans.
Die Sanis mussten mehr Verbrennungen als Alkoholvergiftungen behandeln und es gab Durchsagen, die Betrunkenen nicht im Delirium in der Sonne liegen zu lassen.
Da die Essens- und Getränkemarken nicht dem Konsum der Stage Hands entsprachen, wurde ich zwischendurch noch losgeschickt Bier zu holen, aber ich musste ziemlich weit fahren um einen Getränkemarkt zu finden, der noch nicht ausverkauft war.
War doch viel besser als Büroarbeit, hoch lebe die Krise ! daumen



Geschrieben von ottanta e novanta am 25.09.2022 um 20:31:

 

klatsch Würde zugleich auch sehr gut in den "Geschichten-Thread" passen... zwinker daumen



Geschrieben von Boogie am 07.11.2022 um 14:56:

 

Moin, moin, winke
man sieht es, aber man glaubt es nicht …
… und sie bewegt sich doch – ein bisschen.

Im Berliner Raum finde ich keine Werkstatt – für diejenigen, die sich mit Liebe und Fleiß den Oldtimern hingeben, ist die Fahrbücherei zu groß, und wo es genügend Platz gäbe, ist die Angst zu groß, wegen fehlender Ersatzteile die Halle zu blockieren, denn Aufträge haben sie alle reichlich.

Aber jetzt habe ich einen studierten Industrie-Restaurator gefunden, der mit mir alles, was in meiner Garage machbar ist, reparieren will.
"Studiert" könnte gewisse Vorurteile auslösen, aber sein Wohn- und Werkstattwagen ist ein Opel Blitz mit Ackermannaufbau, ich denke, das qualifiziert ihn.
Und studiert hat er bei dem Professor, der in Berlin nach der Wende die Oberbaumbrücke restauriert hat, also vor größeren Aufgaben schreckt er auch nicht zurück.

Als erstes habe ich den Kühler ausgebaut und in eine Werkstatt in Tempelhof gebracht, wo er gelötet wird.
Der Hof sieht aus, als hätten sie so etwas schon einmal gemacht – wird das die Zukunft, wenn keine neuen Verbrenner mehr zugelassen werden?
Auch bei denen war kein Platz für mich, weil sie zur Zeit noch mit einem größeren Projekt beschäftigt sind, über das mit Sicherheit in der Presse berichtet wird, wenn es abgeschlossen ist.

Edit: Wie ich gerade sehe, gibt es online schon ergiebige Infos zu dem Projekt:
https://www.amnesty.de/ein-bus-fuer-amnesty

Im Hintergrund ist der Hafenkran am Teltowkanal von 1935 zu sehen, einst von der "Vaubeka" betrieben, der Vereinigung der Berliner Kohlenhändler, heute ein Industriedenkmal:
https://industriekultur.berlin/ort/vaubeka-portalkran/



Geschrieben von Boogie am 13.12.2022 um 16:02:

 

Moin, moin, winke
für den Koch- und Backbus ist die Saison beendet, aber ich habe schon eine neue Spielwiese gefunden.
Auf die Firma bin ich gewissermaßen bei eBay gestoßen, dort wurde ein Fotoalbum mit 200 Fotos aus der Nachkriegszeit von Abriss- und Sprengarbeiten zumeist in Kreuzberg versteigert – für € 655. Augen
https://www.ebay.de/itm/385207595310
Bitte etwas Geduld, wer sich das angucken will, 200 Fotos zu laden dauert ein bisschen.

Im Netz stellte ich dann schnell fest, dass die Firma immer noch existiert, und das nur 10 Minuten von mir entfernt.
Als ich mich vorstellte als Aushilfsfahrer wurde ich sofort eingestellt.

Hinter dem älteren Eurocargo 130E18, mit dem wir heute Material und einen Bauwagen von der Baustelle geholt haben, verläuft die noch nicht eröffnete Stadtringverlängerung, die Silos sind vom Heidelberger Betonwerk auf dem Güterbahnhof Treptow/Neukölln.
Das Firmengelände gehört auch noch zum Güterbahnhof und wurde erst Anfang des Jahres bezogen.

Der neuere Eurocargo 150-280 mit Allrad und Meiller-Kipper zieht einen Humbaur-Tandem-Tieflader, mit dem wir gestern einen kleinen Doosan-Bagger, 6,5 to, mit Bohrwerk zur Baustelle gebracht haben.



Geschrieben von Atlasmalte am 13.12.2022 um 16:42:

 

Hallo Boogie. Da bin ich gespannt, was wir hier noch alles zu sehen bekommen. Sprengtechnik klingt auf jeden Fall interresant.



Geschrieben von Bad-Busdriver am 13.12.2022 um 20:47:

 

Hy,
die Werkstatt in Tempelhof hat einen alter BVG-Doppeldecker auf E-Antrieb umgerüstet. Ich denke das Projekt meinst Du. Ich weiss nur nicht ob das ein Dreiachser war oder einer von den verschiedenen 2-achsigen Vorgängermodellen.



Geschrieben von Boogie am 14.12.2022 um 15:48:

 

Zitat:
Original von Boogie

Auch bei denen war kein Platz für mich, weil sie zur Zeit noch mit einem größeren Projekt beschäftigt sind, über das mit Sicherheit in der Presse berichtet wird, wenn es abgeschlossen ist.

Edit: Wie ich gerade sehe, gibt es online schon ergiebige Infos zu dem Projekt:
https://www.amnesty.de/ein-bus-fuer-amnesty


Moin, Wilhelm,
die Fotos 6 und 7 von dem Beitrag oben zeigen einen weiteren SD200 von BerlinCityTour, der komplett entkernt und sein Gerippe restauriert wurde, um für Stadtrundfahrten auf Elektroantrieb umgerüstet zu werden.
Wenn in der Umweltzone keine Verbrennungsmotoren mehr laufen dürfen, könnte das ein lohnendes Geschäftsfeld werden.
So ein Fahrzeug neu zu bauen, auch noch nach aktuellen EU-Normen, dürfte deutlich teurer werden als ein altes umzurüsten.
Es gibt auch ein –> Video von dem Umbau des Amnesty-Busses , das aber keine Details des neuen Antriebs zeigt.



Geschrieben von Boogie am 05.01.2023 um 12:10:

  Der Schrauberlehrling

Moin, moin, winke
die Bilderrätsel von Rolf-Uwe gefallen mir, hier ist auch noch ein aktuelles, was fehlt hier:



Geschrieben von Rolf-Uwe am 05.01.2023 um 15:53:

  RE: Der Schrauberlehrling

Zitat:
Original von Boogie
... was fehlt hier:

Die Achswelle, mindestens eine Seite.



Geschrieben von Boogie am 05.01.2023 um 18:10:

  RE: Der Schrauberlehrling

Zitat:
Original von Rolf-Uwe

Die Achswelle, mindestens eine Seite.


Stimmt, aber darum ging es nicht direkt.
Auf Foto 1 fehlt hinter dem Druckluft-Bremsverstärker der Hauptbremszylinder und bei Foto 2 fehlt der Radbremszylinder.
Alle Bremszylinder haben wir ausgebaut, für die Vorderachse hatte ich noch 2 auf Lager, die schon wieder eingebaut sind.
Sie hatten alle Standschäden in Form von Kondenswasser und leichter Rostbildung, die sich zwar aushonen lässt, aber da neue nur 80 bis 100,– Euro kosten, lohnt sich das nicht.

Hinten mussten wir erstmal herausfinden, wie die Achse aufgebaut ist, da sie nicht die serienmäßige, sondern eine größere aus einem LP 1319 ist.
Teilelisten dafür hab ich nicht und sind online nicht zu finden.
Die Steckachse hätten wir auch drin lassen können, da Nabe und Trommel nicht ein Teil sind wie bei der Vorderachse, aber jetzt hab ich mal gesehen, was das für eine solide Konstruktion ist mit einer sauberen Verzahnung statt der auf die Nabe aufgeschraubten Steckachse der kleineren LP.
Die Bremszylinder hinten sind größer als vorne, die habe ich gerade bestellt.

Der Hauptbremszylinder kostet nur € 60,–.
Ich hätte zwar gerne auf ein Zweikreissystem mit Tandembremszylinder umgestellt, aber der kostet € 600,–. Augen


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