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Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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Hits: 11.601.212
DB oder HHF??? Heute, 04:33 Forum: Oldtimer-LKWs


Und weiter... man gönnt sich ja sonst nix lach

Von Henschel gab es, komplett seit Mitte 1967, drei verschiedene Frontlenker-Allrad-Lkw der "schweren Klasse"! Also, ab 16 t GG, und fit für den 38-Tonnen-Zug:

F 161 AK (16t), F 261 AK (26t), F 320 AK (32t).

Diese Typen waren für den schwersten Geländeeinsatz konzipiert, konnten aber auch als 38-Tonnen-Zug gefahren werden. Man muß bedenken, daß die Mitbewerber zu diesem Zeitpunkt absolut nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen hatten!


Infolge eines gezielt gestreuten Gerüchts (mehr war es damals, auf viele Jahre hinaus, nicht!) wurde hektisch mit der Vorbereitung von Lkw-Motoren über 303 PS (8 PS/t) begonnen.

Bei Henschel wurde, auch im Hinblick auf schwere Baustellenfahrzeuge, ein großvolumiger V8 entwickelt und erprobt. Gleichzeitig setzte man aber auch auf den 12-Liter-Turbo (ein Konzept, was sich heute, also nach 50 Jahren völlig durchgesetzt hat!) und entwickelte aus dem 240-PS-Motor eine Turbovariante, die 400 PS auf dem Prüfstand leisten konnte! Das war nicht dringend angestrebt, mußte man doch zunächst nur die 320-PS-Marke knacken, was auch leicht gelang. Aber Besitzer eines 240-PS-Henschel-Sechszylinders wissen genau, welche Gene in diesem Motor stecken! Als Turbo für deutlich über 320 PS konzipiert, schreckten ihn Bummeldrehzahlen um 2200/min nicht... es durften auch gern mal 2400 sein, seine Leistung streute locker bis zu 260, 270 PS... vorausgesetzt, der Motor mußte auch was leisten! Reine Hobby-Exemplare, die nicht wissen, was Arbeit ist, bleiben erheblich dahinter zurück.


Aber ich komme zum Punkt zurück. In der damaligen Situation, ~1968, machte man sich auch bei Henschel Gedanken um die nahe Zukunft. Die Fernverkehrssparte war blendend aufgestellt - doch im schweren Bauverkehr gab es ein klitzekleines Problem! Es ging um nicht weniger als kippbare Kabinen auch für diesen Sektor...

Zwar war die kippbare B-10-Kabine längst für den Nah- und Baustellenverkehr vorgesehen (siehe Betonmischer) - jedoch reichte das nicht unbedingt für den Allradbetrieb im schweren Sektor. Da waren andere Maßnahmen nötig, um den Motor näher an den Kabinenboden zu bringen. Auf der Hand lag die Alternative "V-Motor".... und zu diesem Zeitpunkt war Mercedes Herr im Haus und konnte sich durchsetzen.

Nun war der V-Motor - wie wir heute längst wissen - nicht der Weisheit letzter Schluß! Aber zur damaligen Zeit - und jetzt komme ich auf Luispolds Frage zurück! - war er eine kurzfristige Problemlösung.

Mercedes wollte den unbedingten Einstieg in neuzeitliche Frontlenker-Allradfahrzeuge. Mit Hilfe von Henschel, wie auch sonst, das war ja durchaus legitim! Man kann sich denken, was da abging... die Mercedes-Techniker waren ja auch nicht so blöd, die Henschel-Techniker für blöd zu halten!


Was kam heraus??? - letztlich durchaus so etwas wie die "eierlegende Wollmilchsau". Ein neuer Frontlenker-Allradwagen , wahlweise 4x4 oder 6x6, mit tollen Mercedes-Motoren und alternativlosen AP-Achsen. Wahlweise als Mercedes-Revolution oder als Henschel-Produkt zu vermarkten...man konnte jedes Kundenprofil bedienen, und so tat man es auch: das schraubengleiche Auto wurde wahlweise als Mercedes LAPK oder als Henschel F 163 AK vermarktet. Interessant hier höchstens, daß altgediente Henschel-Kunden zu oft mit dem Spruch, "der Henschel F 163 AK sei gerade nicht lieferbar", auf das ja schließlich baugleiche DB-Produkt verwiesen werden konnten...

zumindest so jedenfalls stiegen die Absatzzahlen der Untertürkheimer Geländelaster, gegenüber dem baugleichen Henschel-Produkt, was ja nun leider ganz oft "einfach nicht so lieferbar war".


Ich weiß jetzt nicht, ob ich Luispolds Frage wirklich beantwortet habe... ich weiß, er stellt hohe Ansprüche, grad an mich...

Ich hör hier einfach mal auf und laß mich überrraschen.


Henning prost
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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RE: AP-Achsen, Drehzahl, Drehmoment, "Drehstärke".... Heute, 03:04 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von henning

P.S. Luispolds Frage werde ich wohl sicherheitshalber schon früher (also weniger spät) beantworten...



Ich muß, um Luispolds Frage zu beantworten, längst Berichtetes wiederholen. Rein emotional betrachtet, mach ich das ja gerne... es gibt ja auch Mädelz, die können "den einen Satz" gar nicht oft genug hören großes Grinsen


Aber Spaß beiseite, Technik-Modus EIN:

HENSCHEL-Lkw wurden grundsätzlich nur dann mit Außenplanetenachsen (AP-Achsen) ausgerüstet, wenn als Motor ein DB-V10-Motor eingesetzt war!!!

Aber selbst dann, wenn ein DB-V10 eingesetzt war (erkennbar an der Motorziffer 3), wurden nicht immer AP-Antriebsachsen eingesetzt!

AP-Achsen wurden - in Verbindung mit dem V10-Motor! - auch immer ausschließlich dann eingesetzt, wenn der Henschel mehr als eine Antriebsachse hatte!!!



Daraus ergibt sich - nee ich fang besser anders an.

Es gibt eine "Achsformel". Die zählt die einzelnen Räder eines Fahrzeugs auf... jedes Rad, also völlig wurscht ob zwillings- oder einzelbereift, gilt als ein Rad. Ein Pkw hat also die Achsformel 4, ein Dreiachs-Lkw die Achsformel 6.

Von dieser Räderanzahl wurde besonders erwähnt, wieviele Räder denn angetrieben waren. Bei einem normalen Pkw 2, bei einem Allrad-Zweiachs-Lkw 4. Diese Zahl setzte man nach einem "x" hinter die Zahl der vorhandenen Räder.

Somit ein regulärer Pkw 4x2, ein Quattro hingegen 4x4. Ein Henschel F 161 S, Zweiachser mit zwei angetriebenen Hinterrädern, 4x2. Ein HS 16 TAK (Zweiachs-Allradkipper) 4x4, ein HS 26 HAK mit 6 Rädern, von denen 6 angetrieben sind, 6x6. Die ersten Vierachser von Henschel (zur Erprobung bei Readymix) hatten 8 Räder, davon 4 angetrieben, also 8x4. Usw.


Was ich oben in blau geschrieben habe, bedeutet also für unsere Henschel - sofern sie überhaupt einen V10-Motor hatten! - Folgendes:

immer, wenn nur eine "2" für die Zahl der angetriebenen Räder steht, dann gibt es keine AP-Planetenachse! Beispiele: F 163 L (4x2), F 203 S-2 (6x2)- Vorlaufachse, F 223 LNL (6x2)-Nachlaufachse,

immer, wenn mehr als 2 Räder angetrieben waren, also eine "4" für die Zahl der angetriebenen Räder steht, wurden für die Antriebsräder AP-Achsen verwendet. Aber nur, wenn ein V10 eingebaut war! Beispiele: F 163 AK (4x4), F 223 S-2A (6x4), F 223 K (6x4), F 223 LEL (6x4), F 263 AK/AS (6x6).



Noch kürzer: V10 und mehr als eine Antriebsache? --> AP-Achsen. Sonst nicht!!

Und: ein Henschel-Motor? --> immer direkt angetriebene Henschel-Achsen, nie AP!!


Gruß,

Henning prost
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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AP-Achsen, Drehzahl, Drehmoment, "Drehstärke".... Heute, 01:42 Forum: Oldtimer-LKWs


Moin!

So, nach dem kleinen Exkurs über das Fahren im Gelände mit Henschel-Lkw (oder auch anderen Marken, soweit dafür geeignet zwinker ) gehts jetzt wieder mitten hinein in den harten Alltag.

Damit Luispold mich nicht Aufsmaul ...


Zitat:
Original von Luispold

immer das weniger Wichtige zu erst schimpf

wo bleibt meine Antwort zu meiner Frage, ob es den F163 AK mit HENSCHEL Achsen oder auch mit AP-Achsen gab, bzw unterschieden sich der LPAK 1632 und der F163 AK durch die Achsen ahnung




... werde ich jetzt nochmals auf das Thema "AP-Achsen am Henschel" eingehen. Es ist beileibe nicht das erste Mal! Aber das Henschel-Thema hat inzwischen über 1800 Seiten, wer will das alles lesen? Wollen wohl schon, aber man muß ja auch auf die Gesundheit Rücksicht nehmen Pfeifen


Erstmal etwas zur Grund-Technik: KLICK .


Ein 12.00-20-Reifen hat einen Abrollumfang von 3420 mm. Um mit diesem 80 km/h zu fahren, muß sich der Reifen 23.390-mal pro Stunde drehen, pro Minute also 390-mal. Der Reifen macht also 390 U/min (alte Schreibweise). Der Motor hingegen dreht bei diesem Tempo ca. 2000/min (ich betrachte hier nur alte, bewährte Technik frei von Elecktronik). Würde man den Motor also direkt mit den Rädern koppeln, würden wir 5x schneller fahren als gewollt (2000/min macht der Motor, der Reifen braucht für 80 km/h hingegen nur ca. 400/min, also dreht der Motor fünfmal zu schnell).

Kurz & gut, dafür gibts ja ein Getriebe. Wir ordnen ein paar Zahnräder an, die ineinandergreifen, und am Ende kommt eine um 80 % kleinere Drehzahl heraus! Und diese "Übersetzungen" können wir auch in bestimmtem Rahmen frei wählen, in Form von Getriebegängen.


Beim Lkw müssen wir also bei "Höchstgeschwindigkeit" die Drehzahl am Rad auf ein Fünftel begrenzen. Diverse Zahnradgetriebe machen das möglich. Erstmal gehts über die Kupplung auf das Schaltgetriebe, dort kann die Drehzahl zur Kardanwelle im höchsten Gang noch etwas heraufgesetzt werden.

Dann gehts mit ca. 2400/min auf die Kardanwelle (durchaus realistisch! - mit Einführung der 8 PS/t sind so manche Kardanwellen weggeflogen!) und von dort ins Differential. Im Zahnräderwerk des Diffs wird die Drehzahl wieder herabgesetzt - aus 2400/min werden nur noch 400/min, die aufs Rad gehen. Also ein Sechstel... die Übersetzung im Diff ist also 1:6, ein realistischer Wert.

Die Drehung der Kardanwelle muß also auf ca. ein Sechstel reduziert werden - gegenüber dem Rad!!


WO diese Reduzierung passiert, wo also das Zahnräderwerk angeordnet ist, das ist im Prinzip latte! Es kann komplett im Differentialgehäuse sitzen, das wäre der "Direktantrieb der Räder". Das Zahnräderwerk kann man aber auch in Gruppen aufteilen, um quasi nach und nach die Drehzahl zu reduzieren.

Würde man mit einem einzigen Zahnradpaar von 2400/min auf 400/min runtergehen wollen, so müßte das große Zahnrad sechsmal so groß im Durchmesser sein wie das antreibende Ritzel! Die dadurch nötige Größe des Diffenrentialkorbes darf man sich ruhig mal vorstellen.


Man baut also seit langem "zweistufige" Getriebe für den Achsantrieb. Dabei gibt es eine Zwischenwelle (das sogenannte Vorgelege), die nichts anderes macht als zwei verschieden große Zahnräder zu tragen. Man geht also erstmal von der Kardanwelle auf die Zwischenwelle, mit einer Verlangsamung von ca. 2:1 - damit dreht die Zwischenwelle nur noch 1200/min statt 2400/min. Von der Zwischenwelle braucht man dann nur noch 3:1 auf die Steckachsen zu gehen, und hat am Rad die gewünschten 400/min.

Üblicherweise baute man beide Zahnradübersetzungen in ein Gehäuse, das "Differential". Da hat man nur einen Bereich, in dem Öl fließt. Man kann aber auch die beiden Übersetzungsstufen räumlich trennen, etwa nur die erste Stufe in ein (kleineres) Differentialgehäuse setzen.... und dann an jedem Antriebsrad nochmal ein zusätzliches Getriebe anordnen!

Das genau wurde an den früheren Ritzelachsen gemacht (siehe obiger Link) - aber eben auch bei den sogenannten "Außenplanetenachsen", kurz AP-Achsen. Man ging/geht also aus dem Differential über die Steckachsen mit viel höherer Drehzahl raus, als man am Rad bräuchte! Erst am Rad wird in einem weiteren Getriebe die Drehzahl auf unsere 400/min reduziert.


Jetzt müßte natürlich die "Gretchenfrage" kommen!!

WARUM treibt man diesen zusätzlichen Aufwand??


Tchja. Die Antwort darauf bereitet Qualen! Wollt ihr das wirklich... abgesehen von den Technikfreaks, die die Antworten schon kennen (äh die bräuchten hier ja eh nicht zu lesen großes Grinsen ).

Um den Grund zu verstehen, müßten wir uns wieder dem allseits geliebten Begriff "Drehmoment" zuwenden. Zur Beruhigung: Generationen von Studenten haben unter diesem sperrigen Begriff (unter dem man sich ja eher eine Zeitspanne vorstellen würde!) gelitten! Ich habe deshalb behelfsweise den Begriff "Drehstärke" eingeführt.... ich weiß, das ist nicht nur besser, sondern klingt auch besser, und darauf kann man sich besser einlassen.

Wer interessiert ist, darf sich melden. Ich verspreche aber keine zeitnahe Abhandlung! Die Fortsetzung könnte sich bis zu einer Woche verschieben.


Bis denne prost

Henning


P.S. Luispolds Frage werde ich wohl sicherheitshalber schon früher (also weniger spät) beantworten...
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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Gestern, 22:53 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von trilex
Da hat der Henschel schlapp gemacht .


HA - Lothar riskiert was gröhl - aber keine Panik, die Henschelaner sind die tolerantesten Marken-Fanatiker weltweit!


Meinen Gepflogenheiten entsprechend, habe ich das Foto natürlich bereits genauestens analysiert.

Also erstmal... den Fahrer trifft keine Schuld! Er hat den Henschel (selbstredend ein F 261 AK, mit 12-Liter-Sechszylinder und 230 bzw. 240 PS) absolut artgerecht bewegt - und er hat auch nicht vergessen, die serienmäßigen vier Differentialsperren zu betätigen daumen - die zugeschmierten Reifen beweisen das.

Die entscheidende Frage ist ja erstmal: wie ist der Henschel überhaupt dahingekommen??

Man könnte das als Nachteil der hohen Geländefähigkeit der HENSCHEL-Lkw sehen... die Fahrer riskieren erheblich mehr, und können natürlich irgendwann auch im Henschel an Grenzen stoßen. Solide Kenntnisse in der Einschätzung der Bodenbeschaffenheit sind unabdingbar, und werden vielleicht auf dem Henschel-Bock mehr vernachlässigt als anderswo.

Eventuell hat also der Fahrer wirklich einen Hauch zuviel riskiert, aber immerhin ist er überhaupt bis dort gekommen. Der Boden scheint nicht easy zu sein, auch die D4 hat erkennbar ihre Probleme... obwohl die Ketten in ordentlichem Zustand sind, tritt da viel Schlupf auf. Von dem Gelände und der Baustelle dort würde ich gern viel mehr Fotos sehen!!


Mich inspirieren solche Geländefahrten immer. Glücklicherweise habe ich mich mit meinem Henschel HS 22 HAK noch nie bei einem Einsatz festgefahren, obwohl ich ihn auch "artgerecht" bewege, siehe beigefügte Fotos. Ich bin aber auch nicht professionell damit unterwegs, und bei Oldtimer-Treffen brauchte ich mich nie verstecken - lieber guck ich mir dreimal den Boden an, als meinen Henschel und mich zu blamieren lach
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Thema: Alte Lkw-Bilder - "Aus dem Schuhkarton"
henning

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Hits: 2.429.203
Gestern, 21:11 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von trilex

Ich hoffe das jemand diesen TOP Fuhrpark analysiert .


Moin Lothar -

HACH das ist doch einfach lach - mach ich mit links daumen

Natürlich nur die wichtigsten Fahrzeuge zwinker


Also, ich fang mit dem Allerwichtigsten an (wird niemand wundern). Ich machs mir auch extra schwer und nehm den, der am weitesten hinten steht und deshalb am schwersten überhaupt zu erkennen ist:

Da steht in der Schlüsselposition ein HENSCHEL HS 22 HAK oder HS 26 HAK klatsch

Es kann kein H 221 oder 261 sein, und ein Dreiachser ist es eh, das sieht man ja. Allrad ist faktisch sicher - auch wenn es theoretisch auch ein HS 26 HK sein könnte, der hatte die gleiche "Allrad-Stoßstange". Die 6x4-Haubendreiachser waren bei uns aber sehr selten.

Achso, der Motor ist ein 11-Liter-Sechszylinder-Direkteinspritzer mit 192 oder 210 PS, die Nutzlast beträgt 12 t (als 22-t-Allrad) oder 15,5 t (als 26-t-Allrad abseits der Straße). Vier der fünf Differentiale waren sperrbar (beim Allrad, der 6x4 hatte natürlich nur drei Sperren, mehr Differntiale gabs ja bei dem nicht).

Die Pkw vorn sollte jeder kennen, /8 links und ein zeitgleicher 250 SE oder Ähnliches, jedenfalls kein 6,3-Liter.

Die anderen Lkw stehen viel näher als der Henschel, da laß ich die anderen Spezialisten dran zwinker


Henning prost
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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Tipps zur Lesbarkeit Gestern, 11:56 Forum: Oldtimer-LKWs


Zwei Tipps zur Lesbarkeit - nicht jeder kennt sie:


- FOTOS können meist durch Anklicken vergrößert werden.

Falls ein + am Cursor erscheint, ist eine weitere Vergrößerung durch Anklicken möglich



- TEXTE können generell vergrößert (oder verkleinert) werden:

Taste STRG oder CTRL drücken und dabei die + Taste (oder die - Taste), evtl. mehrmals, drücken
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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Gestern, 11:41 Forum: Oldtimer-LKWs


Moin mein lieber Luispold großes Grinsen

Natürlich weiß ich - wie lange kennen wir uns schon - um deine so gar nicht geheimen Wünsche. Dir ist es doch nie genug schimpf

Da fang ich grad zaghaft an, mich wieder mehr um das HENSCHEL-Thema zu kümmern.... und ZACK ist nicht nur der kleine Finger, sondern der ganze Arm ab Aufsmaul

DU müßtest doch nun wirklich ALLES über die Verwendung von Planetenachsen und V-10-Motoren wissen!!! Deshalb werde ich dich bei den umfassenden Erklärungen auch aussparen und nur die Fragen der anderen, geduldigen Leser hier beantworten großes Grinsen

Für dich habe ich - nach deiner fast exakten Erklärung zum 544-Haus und den Frontlenkern mit B-10-Haus - eine Aufgabe: du suchst bitte die äußerst umfassende Erläuterung von mir zu allen Typen mit dem kleinen Hauber-Haus hier im Thread heraus. Es war ein langer Artikel mit der Auflistung:

HS 95, HS 100, HS 100 E, HS 120, HS 3-125, HS 11, HS 12, HS 20, HS 22, H 122 und H 140. Dürfte so ca. 5 Jahre her sein, so als Anhaltspunkt. Danke!!!

Zu den Typen H 122 (der als K und AK angeboten wurde) und H 140 (nur als AK) noch soviel:

Unbedingt muß man beachten, daß es nach 1961 zwei Zäsuren gab.

Die eine im Herbst 1967 mit Einführung der neuen Typbezeichnungen (F 161 S statt HS 16 TS), sowie den neuen 12-Liter-Motoren 523, die den 11-Liter 520 ablösten, sowie den kleinen 7,8-8,2-Liter-Direkteinspritzern 561 und 562 ("Rheinstahlmotoren") mit 160 bis 180 PS, die den 6,1-Liter-Lanova-Motor 522 ersetzten. Ebenso erschien zu dieser IAA das 504-Haus und das B-10-Haus als Frontlenker (auf dem 1984 die "Neuerscheinung" LN2 basierte) und Hauber als hochmoderne Lkw der 10-t-Klasse. Zudem wurden die neuen Sattelzugmaschinen mit 2 gelenkten und zwei angetriebenen Achsen vorgestellt, und als Krönung der Baufahrzeuge war - absolut neu als 32-t-Dreiachser - der Allrad-Frontlenker F 320 AK lieferbar.

Das waren alles noch HENSCHEL-Lkw mit dem Sechszack-Markenzeichen! Hat nicht mal jemand gefragt, welches die innovativste Firma in den 1960er Jahren war?!

Die nächste Zäsur (und die schlimmste, die ins Verderben führte) war die Gründung der Hanomag-Henschel-Fahrzeugwerke GmbH mit Sitz in Hannover zum 1. April 1969. An dieser HHF-GmbH hatte Mercedes-Benz einen Anteil von 51% - eine Heldentat des damaligen Rheinstahl-Chefs Toni Schmücker, der sich später bei VW ebenfalls keinen guten Namen machte.

Ab diesem Zeitpunkt verschwanden der Sechszack-Stern und der Name HENSCHEL auf den Fahrzeugen (bei Hanomag das geflügelte H mit dem Rheinstahlbogen). Luispolds obiges Bild des Frontlenkers F 150 K mit B-10-Kabine trägt noch die ursprünglichen Embleme! - war er doch 1968 auf dem Markt erschienen, mit den kleinen Direkteinspritzern 561/562 mit 160 bis 180 PS.

Offenbar hatte Daimler-Benz diese Motoren nicht mitgekauft, sondern nur den 12-Liter! So wurden die B-10-Typen mit Mrecedes-Motoren und -Achsen Anfang 1971 neu aufgelegt, vorher gab es eine Lieferpause. Ebenso erging es den "kleinen Haubern" - auch sie dürften dem Verlust dieses Motors 561 erlegen sein.




Kurz noch zu Sinn und Zweck dieser kleinen Hauber. Sie waren als Solo-Lkw für die Bauwirtschaft nach wie vor beliebt, und erinnerten in vielen Details an die entsprechenden Typen von Magirus - die erst deutlich später von den "Baubullen" mit modernerem Fahrerhaus ersetzt wurden. Durch den kleineren Motor waren sie kaum kopflastig, was ihnen im Gelände zugute kam. Von der Nutzlast her waren sie Riesen, wie aus den folgenden Prospekten hervorgeht.

Damit schließe ich erstmal meinen kleinen Exkurs... Luispold möchte so lieb sein und an meine obige Bittte denken. Ohne Arbeitsteilung geht das hier einfach nicht mehr. Weiteres zu AP und V10 später...
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henning

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Gestern, 00:56 Forum: Oldtimer-LKWs


Moin!

Wenige Fragen, viele Antworten... und dazu neue Fragen lach

Und natürlich interessante neue Fotos!

Ich gehe jetzt erstmal auf die Frage von Harald (Henschel-Herkules) ein, betreffend die verschiedenen Ausführungen des breiten Grills am 504-Haus:


Zitat:
Original von Henschel - Herkules

Hallo Henning und Luispold,

ist Euch der Unterschied bei den Grillmasken aufgefallen, Ich weis ja nicht ob das auch ein Hinweis zu den unterschiedlichen verwendeten Motoren hinweist.

Beim grün / roten ist die oberste und unterste Reihe durchgehend die Befestigungsleiste ausgeführt, auch sieht man das sie oben mit 4 Schrauben und und sind es 5 Schrauben.

Beim blauen ist die obersten Befestigungsreihe die Leiste oben jeweils 3 Fächer ausgestanzr links und rechts und unten ist sie durchgehen ausgestanzt und nur bei den Schrauben verstärkt...


Gruß Harald



Diese Frage hat uns hier schonmal sehr lange und intensiv beschäftigt: KLICK ! Aufgeworfen wurde sie von Uwe Paul (den ich hier leider schon länger nicht mehr gesehen habe) - und der Versuch einer Beantwortung zog sich über viele folgende Seiten hinweg geschockt

Um es kurz zu machen... eine sinnvolle Antwort haben wir trotz aller Manpower nicht gefunden. Es schien nur so, daß der "Billig- oder Spar-Grill" erst später auftauchte und eventuell eine Sparmaßnahme seitens Mercedes gewesen sein könnte.

Oder eine Verunschönerung des Henschel, damit der NG danach "besser" aussieht gröhl


Weiteres folgt...

Henning prost


P.S. von mir auch noch ein Grill-Foto... die deLuxe-Ausführung an einem Betonmischer-Sattelzug von Readymix im August 1983:
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henning

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03.08.2020 10:48 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von Luispold

bei diesem DB 1632 L(P)AK habe ich schon mal daneben gelegen Pfeifen das Thema wurde hier vor einiger Zeit recht umfassend aufgearbeitet rtfm



Tchjaaa... da werde ich an eine meiner Sünden erinnert unglücklich - wegen eklatantem Zeitmangel konnte ich mich damals nicht ausführlich zu dem Foto und den Schlußfolgerungen auslassen.

Tatsache ist, daß Luispold damals weitestgehend recht hatte - von mir kam damals nur, daß der Text äußerst "mißverständlich" sei. Sehr diplomatisch... aber nicht ausreichend. Vielleicht kann Luispold den Link nochmal herholen.

Der Text, der auf dem Bild von Roland steht, ist sachlich falsch. Einmal fällt auf, daß der abgebildete Allrad-Frontlenker als LAK 1632 bezeichnet wird. Das wäre aber ein Hauber - genauer, ein Rundhauber. Die richtige Bezeichnung lautet LAPK 1632, das "P" ist entscheidend. Im übrigen kann man zweifeln, ob das Foto überhaupt einen "Mercedes-Benz" zeigt! In Kassel gebaut, ist er erstmal ein HENSCHEL, nämlich ein F 163 AK. Ich verschiebe das aber nochmal, bis der Link da ist.


Gefragt hatte ich jetzt eigentlich nur - wie Luispold es auch verstanden hat - nach den äußerlichen Erkennungsmöglichkeiten, ob ein Zehnzylinder oder ein Henschel-Sechszylinder eingebaut ist (insbesondere für Henschel-Lkw ohne Allrad). Tatsächlich sind es, abgesehen von der "3" in der Typbezeichnung, nur zwei Dinge. Dabei ging es ja um die Unterscheidung, wenn man nur Fotos zur Verfügung hat.

Zum einen ist es natürlich der Doppelrohr-Auspuff, der auf den V10 hinweist. Das zweite Merkmal ist die Kühlertraverse, die unterhalb der Stoßstange zu sehen ist. Die ist beim V10 deutlich schmaler als beim Reihensechszylinder.

Luispold hat genau die richtigen Bilder dazu eingestellt daumen daumen

Seine Bilder zeigen sämtlich die breitere Traverse des Sechszylinders, in bestechender Deutlichkeit - Respekt!!!

Also Doppelrohrauspuff und schmalere Kühlertraverse weisen eindeutig auf den Zehnzylinder hin.

Keine eindeutigen Merkmale sind hingegen:

- Antriebsachsen mit Direktantrieb (statt AP-Achsen)

- breiter oder schmaler Kühlergrill.

Das ganze Thema ist natürlich wesentlich umfangreicher, das sollte auch nochmal ausführlich diskutiert werden.

Zur Kühlertraverse noch zwei Fotos, der rote ist ein F 161 K (Henschel-Sechszylinder), der blaue der schon gezeigte F 163 K (Mercedes-Zehnzylinder):
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Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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Hits: 11.601.212
02.08.2020 01:44 Forum: Oldtimer-LKWs


Moin!

Ich komme nochmal zu dem blauen F 163 K aus dem Beitrag weiter oben:

Zitat:
Original von henning ...
Ich wechsle mal zu einem F 163 K, den ich im August 1983 in Wuppertal fotografiert habe:


Tatsächlich ist das ein sehr schönes Beispiel für die Frage, wie man die Existenz eines DB-Zehnzylinders unter der Kabine feststellen kann.

Der F 163 ist ja ein 16-Tonner, die letzte Ziffer "3" weist auf den Zehnzylinder OM 403 hin.

Dazu gibts von dem Kipper noch ein paar Fotos, die alle Kriterien deutlich zeigen - bin mal gespannt, wer sich an der Auflösung beteiligt:
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