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Zum Ende der Seite springen Unbekannte Euclid´s
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vehiclejack



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Dabei seit: 14.09.2008
Name: Christian
Herkunft: Voreifel
Alter: 46

Euclid in Liberia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo zusammen,

da ich mich mit den Euclid Muldenkippern so gar nicht auskenne, freue ich mich über eine Typisierung von Euch.

Im Einsatz war dieses Geschoss in den 60er oder 70er Jahren in der Bong-Eisenerzmine im westafrikanischen Liberia.

Viele Grüße

Christian

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vehiclejack
20.03.2020 19:28 vehiclejack ist offline E-Mail an vehiclejack senden Beiträge von vehiclejack suchen Nehmen Sie vehiclejack in Ihre Freundesliste auf
Held



Dabei seit: 28.07.2009
Name: Fritz Held
Herkunft: Wien, Österreich
Alter: 69

RE: Euclid in Liberia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo aus Wien!
Das ist ein R45...
1981 bereits am Schrottplatz abgestellt
20.03.2020 20:52 Held ist offline E-Mail an Held senden Beiträge von Held suchen Nehmen Sie Held in Ihre Freundesliste auf
Transocean



Dabei seit: 22.05.2013
Name: Manfred
Herkunft: Osnabrück
Alter: 68

RE: Euclid in Liberia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Christian,
denke auch, dass es ein R - 45 ist. Die unterschiedlich große Bereifung an der Vorder- bzw. Hinterachse ist ein Hinweis. Baujahr dürfte nach 1963 sein, da er schon das eckige Fahrerhaus hat. Motorisierung war entweder ein Cummins oder ein GM Diesel mit jeweils 530 HP.
Gruß aus Osnabrück
Manni
20.03.2020 21:18 Transocean ist offline E-Mail an Transocean senden Beiträge von Transocean suchen Nehmen Sie Transocean in Ihre Freundesliste auf
vehiclejack



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Dabei seit: 14.09.2008
Name: Christian
Herkunft: Voreifel
Alter: 46

Euclid Sattelzug? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Manfred, hallo Fritz,

danke für Eure Informationen.

@Fritz: Wenn Du schreibst, dass er bereits 1981 auf dem Schrottplatz stand. Hast Du ihn damals in Liberia gesehen?

Hier noch ein weiteres Foto, wo ich noch nicht einmal genau weiß ob es ein Euclid ist. Denke aber aufgrund einiger Details, dass es sich um einen handeln sollte.

Könnt Ihr mir hier auch noch ein paar Infos liefern? Danke schon jetzt.

Viele Grüße

Christian

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vehiclejack
21.03.2020 10:17 vehiclejack ist offline E-Mail an vehiclejack senden Beiträge von vehiclejack suchen Nehmen Sie vehiclejack in Ihre Freundesliste auf
Transocean



Dabei seit: 22.05.2013
Name: Manfred
Herkunft: Osnabrück
Alter: 68

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Halo Christian,
der gezeigte Sattelzug ist ein Einzelstück, das von der Fa. Western Contracting für die Erdbewegung beim Bau des Oahe Staudamms im Jahr 1958 gebaut wurde. Man verwendete dafür das Chassis eines bereits gebrauchten 3 achsigen 1 LLD Muldenkippers. Die ursprünglichen Cummins Diesel mit 600 HP wurden durch neue Cummins Turbo Diesel mit 750 HP ausgewechselt. Der Auflieger mit einer Kapazität von ca.74 m³ oder 150 short tons wurde von der Fa.C.W.Jones aus Los Angeles ebenfalls als Einzelstück gefertigt. Der Sattelzug lief unter der Bezeichnung "Western 80" bzw. "Eucnik". Die 80 bezogen sich auf das Füllvolumen gestrichen von 80 yd.³ = 56 m³. Nach dem Ende des Staudamm Auftrages wurde die Sattelzugmaschine erneut modifiziert. Der Rahmen wurde um ca. 60 cm verbreitert um Platz zu schaffen für 2 st. 12 - Zylinder GM Diesel 12 V-71 mit 850 HP. Die Varianten kann man äußerlich an Hand der Anzahl der Auspuffrohre unterscheiden. Der Sattelzug kam dann bei der Abraumförderung der Bingham Copper Mine für einige Jahre zum Einsatz. Euclid hat übrigens mehrere ähnliche Sattelzugmaschinen, die auf dem 3 achs Muldenkipper Fahrgestell beruhten gebaut. Die Nutzlast dieser Seitenkipp Sattelzüge lag aber bei "lediglich" ca. 80 to. Eingesetzt wurden sie bei Eisenerz Tagebauten.
Gruß aus Osnabrück
Manni

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Transocean: 21.03.2020 11:55.

21.03.2020 11:54 Transocean ist offline E-Mail an Transocean senden Beiträge von Transocean suchen Nehmen Sie Transocean in Ihre Freundesliste auf
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Dabei seit: 20.11.2005
Name: Kari
Herkunft: Hünenberg, Innerschweiz
Alter: 45

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Zitat:
Original von Transocean
Halo Christian,
der gezeigte Sattelzug ist ein Einzelstück, das von der Fa. Western Contracting für die Erdbewegung beim Bau des Oahe Staudamms im Jahr 1958 gebaut wurde. Man verwendete dafür das Chassis eines bereits gebrauchten 3 achsigen 1 LLD Muldenkippers. Die ursprünglichen Cummins Diesel mit 600 HP wurden durch neue Cummins Turbo Diesel mit 750 HP ausgewechselt. Der Auflieger mit einer Kapazität von ca.74 m³ oder 150 short tons wurde von der Fa.C.W.Jones aus Los Angeles ebenfalls als Einzelstück gefertigt. Der Sattelzug lief unter der Bezeichnung "Western 80" bzw. "Eucnik". Die 80 bezogen sich auf das Füllvolumen gestrichen von 80 yd.³ = 56 m³. Nach dem Ende des Staudamm Auftrages wurde die Sattelzugmaschine erneut modifiziert. Der Rahmen wurde um ca. 60 cm verbreitert um Platz zu schaffen für 2 st. 12 - Zylinder GM Diesel 12 V-71 mit 850 HP. Die Varianten kann man äußerlich an Hand der Anzahl der Auspuffrohre unterscheiden. Der Sattelzug kam dann bei der Abraumförderung der Bingham Copper Mine für einige Jahre zum Einsatz. Euclid hat übrigens mehrere ähnliche Sattelzugmaschinen, die auf dem 3 achs Muldenkipper Fahrgestell beruhten gebaut. Die Nutzlast dieser Seitenkipp Sattelzüge lag aber bei "lediglich" ca. 80 to. Eingesetzt wurden sie bei Eisenerz Tagebauten.

Gruß aus Osnabrück
Manni


Hallo Manni
Vielen Dank für Deine interessante Beschreibung. Was für ein Antrieb war verbaut? Diesel-Elektrisch? Mechanisch? Hydraulisch?...

__________________
Gruss Kari großes Grinsen
27.03.2020 19:43 Kari74 ist offline E-Mail an Kari74 senden Beiträge von Kari74 suchen Nehmen Sie Kari74 in Ihre Freundesliste auf
Transocean



Dabei seit: 22.05.2013
Name: Manfred
Herkunft: Osnabrück
Alter: 68

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Hallo Kari,
die 3 achsigen Euclid Muldenkipper die ab 1948 auf den Markt kamen basierten auf dem " Twin Power Concept". Aus Mangel an leichten Dieselmotoren mit Leistungen über 500 HP verbaute man einfach 2 gleich starke Motoren Seite an Seite. Jeder Motor trieb jeweils nur eine Achse an - der linke Motor die erste Hinterachse, der rechte Motor die zweite Achse. Das funktionierte natürlich nur wenn man Getriebe mit vorgeschaltetem Drehmoment Wandler dazwischenschaltete. Bei Euclid bediente man sich einfach aus dem "Regal" der Mutter General Motors. Dort waren die dazu passenden Getriebe und Wandler vorhanden. Diese Doppelmotor- Getriebe Einheiten hatte man während des 2. Weltkriegs für den Sherman Panzer entwickelt. Der "Western 80" Sattelzug hatte auf Wunsch des Kunden zwar Cummins Diesel verbaut, das Getriebe war ein Allison Torqmatic mit 3 Schaltstufen. Beim späteren Umbau kamen dann 2 st. 12 -Zylinder Detroit Diesel 12 V 71 mit einem Allison 4 Gang Torqmatic zum Einsatz.
Gruß aus Osnabrück
Manni
27.03.2020 21:24 Transocean ist offline E-Mail an Transocean senden Beiträge von Transocean suchen Nehmen Sie Transocean in Ihre Freundesliste auf
Transocean



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Vor einiger Zeit bin ich über ein kurzes Video gestolpert, dass einen der selteneren Euclid Muldenkipper zeigt: https://www.youtube.com/watch?v=BZVgA3WcXm8
Die Aufnahmen sind in der Panguna Copper Mine in Papua Neu Guinea gemacht worden, einem der mit 53 Exemplaren größten Betreiber des Euclid R-X 105.
Das Fahrzeug wurde 1967 völlig neu entwickelt mit Knicklenkung und Antrieb auf beide Achsen. Motor war ein 12- Zylinder GM Diesel 12V-149T mit 1000 HP und einem Allison 6 gang Automatik Getriebe. Nutzlast 105 ton (US). Obwohl es eine ganze Baureihe mit verschiedenen Nutzlasten geben sollte, wurden von den ca. 120 produzierten Kippern, alle als R-X 105 gebaut. Das Gesamtgewicht beladen verteilte sich ideal 50:50 auf die jeweils zwillingsbereiften Achsen. Probleme bereitete das zu schwach ausgelegte Knickgelenk, das erst nach erheblicher Verstärkung zufriedenstellend arbeitete. Die Panguna Mine wurde dann 1972 auch die Teststrecke für den ähnlich aufgebauten R-210. Einen ebenfalls völlig neu entwickelten Muldenkipper mit Gasturbinen Antrieb. Hier kam eine Avco Lycoming Gasturbine mit 1850 HP zum Einsatz, die über ein Zwischengetriebe mit einem Generator gekuppelt war. Antrieb war wiederum auf 2 Zwillingsbereifte Achsen mit E- Motoren. Die Vorderachse wurde aber wegen der beim R-X gemachten negativen Erfahrungen mit der Knicklenkung, auf einem Drehschemel montiert um einen kleinen Wendekreis zu erzielen. Von den 2 gebauten Prototypen kam dann einer zur Panguna Mine zum testen. Die Mine war mit Bedacht gewählt worden, da man im tropischen Papua ( 2500 mm Niederschlagsmenge im Jahr) kaum mit Staubhaltiger Luft zu rechnen hatte. Durch den hohen Luftdurchsatz bei Gasturbinen stellte das immer ein erhebliches Verschleißproblem an den Turbinenschaufeln dar und war nur durch umfangreiche Luftfilter zu beheben. Da die Mine lediglich die Betriebskosten zu tragen hatte war der bis zu 3 mal höhere Kraftstoffverbrauch für den Betreiber erträglich. Der Kipper bewährte sich offensichtlich gut, denn er war 1974 in einen spektakulären Crash verwickelt, nachdem die Gasturbine einen "Flame out" hatte und vollbeladen in einen Grader fuhr. Die pneumatische Parkbremse konnte das schwere Fahrzeug nicht zum stehen bekommen. Angeblich ist der Kipper mit Teilen des anderen Prototypen wieder instand gesetzt worden, aber durch die explodierenden Rohölpreise zu Zeiten der Ölkrise war ein halbwegs wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich.
Hoffe es war nicht zu langatmig.
Gruß aus Osnabrück
Manni
30.03.2020 15:19 Transocean ist offline E-Mail an Transocean senden Beiträge von Transocean suchen Nehmen Sie Transocean in Ihre Freundesliste auf
Euclid



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Dabei seit: 27.08.2008
Name: Manfred
Herkunft: Diessenhofen Schweiz
Alter: 54

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Hallo Manni


Danke für den Link.

Diesen Film kannte ich noch nicht. Wusste gar nich dass ein einziger Betreiber so viele R-X in Betrieb hatte.

Da muss ich heute Abend doch gleich mein Modell des RX von EMD aus der Vitrine holen und begutachten....


Gruss

Manfred
30.03.2020 15:32 Euclid ist offline E-Mail an Euclid senden Beiträge von Euclid suchen Nehmen Sie Euclid in Ihre Freundesliste auf
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Dabei seit: 22.05.2013
Name: Manfred
Herkunft: Osnabrück
Alter: 68

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Hallo Namensvetter,
die Zahlen stammen aus 2 verschiedenen Quellen:
1. Pressemitteilung der Fa. Morgan Equipment Australia Ltd. aus Anlass der Lieferung von 56 neuen Euclid R - 170 an die Mine "as replacment of the previous operated 53 R-X 105" Die damals gelieferten R - 170 stehen heute noch als ausgebrannte und ausgeschlachtete Relikte sauber aufgestellt in der Mine.
2. aus der Broschüre "Copper in Progress" von Conzinc Riotinto Australia Ltd. CRA. Letztere kann ich dir gerne per email schicken.
Gruß aus Osnabrück
Manni
30.03.2020 18:44 Transocean ist offline E-Mail an Transocean senden Beiträge von Transocean suchen Nehmen Sie Transocean in Ihre Freundesliste auf
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