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--- Instandsetzung Steyr 990.180 "die Nummer 12" (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//thread.php?threadid=79025)
Geschrieben von Ytransport am 20.12.2025 um 10:50:
hallo vom umschlüsseln her ist es einfach
11x20 gleicht von traglast und abrollumfang
12x22,5 oder
295/80x22,5 metrisch
ich persöhnl. würde entweder bei den 11.00 bleiben
oder die radbolzen auf rechtsgewinde umbauen uns 12r 22,5 auf gängigen schlauchlosfelgen nehmen .
ein 49 jahre alter lkw auf modernen 295 /80 würde mir nicht zusagen obwohl das die billigsten wären allrdings mit radbolzen und mutern wieder teurer kommen
Geschrieben von Steyr_Schos am 31.12.2025 um 19:57:
Ich habe mir erlaubt, die Instandsetzung in ein eigenes Thema einzupflegen. Instandsetzung deshalb, weil sich viele unter einer Restaurierung was glänzendes und neuwertiges vorstellen.
Warum ausgerechnet "die Nummer 12" wird vielleicht in den nächsten Wochen/Monaten enthüllt - da kommt keiner drauf
Also, was hat sich bis jetzt getan?
Zuerst wurde der Luftverlust beseitigt, welcher hauptsächlich durch defekte Druckluftventile zustande kam. Mittlerweile hält er die Luft den ganzen Tag lang - das ist für ein 50 Jahre altes Fahrzeug ja ganz gut
Das Fahrzeug wurde außen und innen gereinigt.
Ein paar Kleinigkeiten rund um Elektrik wurden behoben.
Da der Steyr regelmäßig bewegt werden muss, ist die erste Premisse, technisch soweit einwandfrei unterwegs zu sein, dazu gehören in erster Linie die Bremsen und die Reifen. Bremszylinder kommen im neuen Jahr neu, die 6 Reifen haben wir neu und zu einem angemessenen Preis am Montag geholt.
Es handelt sich um ein sehr schönes Produkt der Dimension 11.00R20 aus dem Hause APLUS, ist zwar ein Chinese aber sieht wirklich SEHR hochwertig aus.
Und jetzt kommt der unangenehme Teil...
Da wir uns dazu entschieden haben, nun doch die originalen Sprengringfelgen weiterzuverwenden, ist es eine riesen Arbeit.
Die jüngsten Räder waren etwa 34 Jahre lang montiert, bei den älteren würde ich schätzen mindestens 40 oder mehr...
Dem entsprechend sehen die Felgen und sämtliche Ringe aus, KATASTROPHE. Rost, Rost, Rost und noch mehr Rost.
Wir haben bereits 40 Arbeitsstunden aufgewendet und es sind erst 2 Räder wieder komplett.
Unmöglich, wenn man das nicht selbst machen kann, sondern bezahlen müsste...
Teilweise sind wir zu dritt gleichzeitig am werken mit Druckluftnagler und Drahtscheibe.
Aber, Stück für Stück sieht man etwas Fortschritt, 2 weitere Felgen sind bereits entrostet, mit Rostumwandler behandelt und warten auf den Lack und den Gummi.
Geschrieben von Steyr_Schos am 31.12.2025 um 19:58:
Wenn man sich den alten Reifen ansieht, wird einem ganz anders, so wurde der LKW vermutlich noch geraume Zeit gefahren...
Geschrieben von Boogie am 31.12.2025 um 20:36:
Moin, moin,
ihr habt mein Mitgefühl als Leidensgenossen.
Immerhin bekommt ihr noch neue Reifen in eurer Größe.
Ich hatte für meinen Anhänger nur noch 2 neue aus altem Lagerbestand bei einem Reifenhändler auf Sizilien gefunden.
Zum Glück sehen die alten noch gut aus.
Und was die Sprengring-Felgen angeht, waren meine zwar erst 30 Jahre alt, aber ich musste sie auch zum Sandstrahlen geben.
Das ging schneller und günstiger als wenn ich Urlaub nehmen muss um das selber zu machen.
Aber vielleicht sind die Löhne in Brandenburg auch noch etwas niedriger als bei euch.
http://www.baumaschinenbilder.de/forum/thread.php?postid=1263504#post1263504
http://www.baumaschinenbilder.de/forum/thread.php?postid=1293749#post1293749
Viel Glück
Geschrieben von TeeKiller am 01.01.2026 um 12:21:
Toll, hier ein neues Projekt mitverfolgen zu können
Geschrieben von DavidB am 01.01.2026 um 19:47:
Heute haben wir die Gestern mit Rostumwandler behandelten Felgen und die Radnabe rechts hinten lackiert. Zudem wurden auf den 2 stk. Felgen Die dementsprechenden Reifen Montiert. Die linke Nabe wurde heute entrostet und behandelt. Sie darf bis morgen in der früh trocknen. Da morgen der Platz über der Grube wieder benötigt wird haben wir provisorisch hinten Links und Rechts je seite nur ein Rad montiert.
Danke an Steyr_Schos für die hilfe.
Geschrieben von Steyr_Schos am 02.01.2026 um 22:07:
Hallo Burkhard, du machst die Sachen ja recht ähnlich wie wir. Alles mit viel Eigenleistung
Problem ist, dass der LKW immer fahrfähig sein muss, da wir in einer Werkstätte arbeiten dürfen in der aber untertags Vollbetrieb herrscht - also jeden Morgen raus aus der Halle.
Darum müssen mindestens 4 Räder oben bleiben, und Stück für Stück zum Sandstrahlen bringen ist auch irgendwie lästig.
Wir machen die Handarbeit gerne, hauptsächlich an Feiertagen, Wochenends und Abends, extra Urlaub nehmen ist auch nicht drin
Naja, aber nach mittlerweile knapp 60 Mannstunden sind alle Felgen samt Ringe am fertig werden, morgen kommen dann noch die letzten 2 Gummis drauf und dann ist zumindest die Dreckarbeit erledigt.
Geschrieben von Steyr_Schos am 03.01.2026 um 20:43:
Mittlerweile steht der 990 wieder auf seinen eigenen Beinen, die Felgen sind fertig instandgesetzt und die neuen Gummis sind drauf.
Unser nächstes Ziel war eigentlich, kurzerhand den grundsätzlich recht guten Aufbau zu schleifen und dann zu lackieren.
Bis wir auf die Idee gekommen sind, mal nachzusehen, was unter dem teils aufgebogenen und hässlichen Blechboden so sein könnte.
Und siehe da, darunter verbarg sich der schönste Holzboden! Natürlich mit leichten Verschmutzungen durch die alten Silikonfugen und stellenweise hat sich der Bitumanartige Anstrich des Bleches auf das Holz übertragen. Aber gut, kann man alles mit einer Schleifmaschine beheben. Also, Blechboden komplett runter, überall neue Schrauben rein und der Tag hat uns wieder ein tolles Erfolgserlebnis beschert
Geschrieben von TeeKiller am 04.01.2026 um 16:06:
Wahnsinn, das Holz sieht ja überhaupt nicht moderig aus, da scheint auch von unten nicht allzuviel Gischt nach oben gekommen zu sein.
Geschrieben von Steyr_Schos am 12.01.2026 um 09:46:
Die Feiertage sind leider vorbei, was das das vorankommen natürlich nicht erleichtert.
Nach langer Suche nach den richtigen Bremszylindern hat uns die Firma GTS Steyr endlich die richtigen besorgt.
Leider hat sich herausgestellt, dass nicht nur die Zylinder am Ende waren, sondern auch die eine oder andere eiserne Bremsleitung durchgerostet.
Glücklicherweise hat der Bremsenprüfstand gezeigt, dass die Bremswerte gut sind und keine Reparaturen an der Bremse selbst erforderlich sind.
Der Aufbau wurde entlackt und entrostet, und neu gestrichen, ebenso der klappbare hintere Unterfahrschutz, der dann noch mit frischen Reflektoren bestückt wurde.
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH